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CDIX Drucksystem |
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Eines der Merkmale der CDIX-Laufzeit besteht aus der druckerunabhängigen Ausgabe von Druck-Daten. Der CDIX-Laufzeit als solche sind keine spezifischen Drucker bekannt. Druckdaten eines Anwendungsprogrammes werden in einem druckerunabhängigen Format ausgegeben. Dieser Druckstrom muß, bevor er an einen Drucker ausgegeben wird, in ein druckerspezifisches Format umgesetzt werden. Diese Umwandlung in ein druckerspezifisches Format wird von den mitgelieferten Drucker-Treibern erledigt. Dies erlaubt eine größtmögliche Unterstützung diverser Drucker-Hardware. Außerdem ermöglicht diese Vorgehensweise eine Anpassung an diverse Druckerhardware, ohne Eingriff in die CDIX-Laufzeit. Wie erfolgt nun die Umwandlung der druckerunabhängigen Steuersequenzen in ein Format, das von der angeschlossenen Druckerhardware verstanden wird? Die CDIX-internen Komponenten der Drucklaufzeit (APOX, PRIOX) schicken den Druckstrom nicht direkt an den Drucker, sondern an eine weitere Ebene, den externen Teil des Drucksystems. Diese ist verantwortlich für die Konvertierung der CDIX-Druckdaten in ein von der Druckerhardware verständliches Format. Das Konvertiersystem besteht im wesentlichen aus 3 Teilen:
BDT (Basis-Drucker-Treiber) Dieser Drucker-Treiber setzt die CDIX-internen Druckformatierungs-Befehle in die druckerspezifischen Escape-Sequenzen um. Dies erfolgt mit Hilfe der von BDVW erstellten Drucker-Tabellen. Dabei werden die Escape-Sequenzen ausschließlich aus der Drucker-Tabelle übernommen. Der Nachteil dieser Variante besteht darin, daß es keine Variationsmöglichkeiten gibt. Erwartet der Drucker die Escape-Sequenzen in einer anderen Form, kann man mit diesem Drucker-Treiber nicht arbeiten (siehe BDT2). BDVW (Basis-Drucker-Tabellen-Verwaltung) Erzeugt oder verwaltet eine Drucker-Tabelle. In diesen Tabellen sind alle druckerspezifischen Escape-Sequenzen hinterlegt. Außerdem besteht die Möglichkeit der Erstellung einer Konvertiertabelle. Die Drucker-Tabellen für BDT/BDVW befinden sich in dem Verzeichnis $CDXSPC/p-tables. Beispiel: !- CODEX Printer Table Administration ------------- Create ! ! Printer : epsonlq ! ! ! !-- Escape Sequences ! ! ! ! Reset = 27 64 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ! ! Paper Size = 27 67 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ! !------------------------------------------------- pic 2/3 ! Wenn ein Befehl zum Reset des Druckers von PRIOX erfolgt, holt sich BDT die eigentliche Escape-Sequenz aus der Tabelle (in diesem Fall: 27 64). Wenn die Blatthöhe eingestellt wird, wird zuerst 27 67 an den Drucker geschickt und anschließend die eigentliche Blatthöhe als Parameter von PRIOX an den Drucker weitergereicht. BDT2 Erweiterter Basic-Drucker-Treiber. Setzt die CDIX-internen Druckformatierungs-Befehle in die druckerspezifischen Escape-Sequenzen um. Dies erfolgt mit Hilfe der von BDVW2 erstellten Drucker-Tabellen. Dabei werden die Escape-Sequenzen ausschließlich aus der Drucker-Tabelle übernommen. Bei der Umsetzung der Seitenhöhe Escape-Sequenzen, gibt es eine Spezialabhandlung. Steht in der Drucker-Tabelle der Wert 254, wird der Seitenhöhen-Parameter direkt an den Drucker weitergegeben. Steht der Wert 255 in der Drucker-Tabelle, wird der Seitenhöhen-Parameter nach ASCII-Format konvertiert und anschließend an den Drucker weitergereicht. BDT2 ist nicht kompatibel mit BDT. BDVW2 Erzeugt oder verwaltet Drucker-Tabellen für den BDT2. In diesen Tabellen sind alle druckerspezifischen Escape-Sequenzen hinterlegt. BDVW2 ist nicht kompatibel mit BDVW. Die Drucker-Tabellen für BDT2/BDVW2 befinden sich in dem Verzeichnis $CDXSPC/p2-tables. Beispiel: !- CODEX Printer Table Administration ----------------- Create ! ! Printer : epsonlq ! ! ! !-- Escape Sequences ! ! ! ! Reset = 27 64 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ! ! Paper Size = 27 67 255 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ! !----------------------------------------------------- pic 2/3 ! In diesem Fall würde die eigentliche Blatthöhe in ASCII-Format konvertiert und anschließend an den Drucker übergeben. BDTHP Eine speziell für HP-LaserJet-Drucker entwickelte Version von BDT. Anstatt die in der Drucker-Tabelle definierten Escape-Sequenzen für die Formularhöhe zu benutzen, schickt er eine für den HP-LaserJet spezifische Escape-Sequenz. Bei Formularhöhe kleiner 48 wird das Seitenformat auf Landscape (quer) anstatt auf Portrait (hoch) umgestellt. DUMB Dieser Drucker-Treiber ist ein genereller Drucker-Treiber, der mit allen gängigen Druckern kompatibel ist. Dieser Drucker-Treiber benutzt keine Drucker-Tabellen, demzufolge kann er auch keine Escape-Sequenzen generieren. Druckersteuerbefehle werden, bis auf zwei Ausnahmen, herausgefiltert und die Daten unformatiert ausgegeben. Zeilenvorschübe werden weitergereicht, Seitenvorschübe werden in die erforderliche Anzahl Zeilenvorschübe umgewandelt. Beispiel: Drucker Fujitsu DL4400 (Eingabebilder von bdvw2):
Abb. 1a Abb. 1b
Abb. 1c Beispiele für CODEX-PRINTERS Einträge: CODEX-PRINTERS uschi_canon:L:bdt2 -tablename >//Uschi/canon:FH48;CS10 test_canon:L:dumb >//Uschi/canon:FH48;CS10 Canon_local:L:bdt2 -tablename > LPT1 :FH48;CS10 Uschi_Bubble:W:Canon Bubble-Jet BJ-200:FH66;CS12 Local_Win:W:!default:FH65;CS12;FF2 Loc_Win_Quer:W:!default:FH44;CS12;FF2 Win_Dlg:W:!dlg:FH66;CS12;FF2 spool:S:/usr/spool/codex/p-spool:FH65;CS12;FF2 dumb_to_file:L:dumb >>/usr/tmp/pfile :FH24 DDE:E:test dde output:FH99
Abb. 2 Drucker - Schriftarten - Zuordnung im Windowsclient Mit dem CDIX Windows-Client ist es nun möglich, für bestimmte Attribute für bestimmte Drucker eine Schriftart zu hinterlegen. Diese hinterlegte Schriftart übersteuert die automatische Schriftartenauswahl. Automatische Schriftartenauswahl Im Default-Zustand werden vom CDIX-Windows-Client alle Schriftarten automatisch zugeordnet. Dies bedeutet, daß der CDIX-Windows-Client dem Windows-Drucksystem Wunschdaten wie CPI, Fett, Unterstrichen und alle sonstigen bekannten Attribute sowie den Zieldrucker übermittelt. Das Windows-Drucksystem stellt daraufhin dem CDIX-Windows-Client die nach Meinung des Windows-Drucksystems am besten passende Schriftart zur Verfügung. Diese wird dann für die Druckausgabe benutzt, bis eine neue Schriftartenänderung ansteht. Drucker - Attribut - Kombinationen, die nicht durch manuelle Auswahl übersteuert werden, werden weiterhin über die automatische Auswahl zugeordnet ! Manuelle Schriftartenauswahl Manche Fonts, wie z.B. BarCode-Fonts, können nur durch manuelle Übersteuerung der automatischen Schriftartenauswahl angesprochen werden. Zu diesem Zweck wurde diese Möglichkeit in den CDIX-Windows-Client eingebaut. Es kann also ein bestimmtes Attribut für gewisse notwendige Zwecke mißbraucht werden. Das manuelle Zuweisen von Schriftarten sollte auch nur für diese Zwecke genutzt werden, da durch die Übersteuerung das Aussehen des Formulars wesentlich (bis zur Unkenntlichkeit) geändert werden kann. (Wir können daher auch keine Gewähr übernehmen !! ) Der Anwahlpunkt zur manuellen Schriftartenauswahl ist im Login-Fenster zu finden und heißt "DruckerSchriftarten". Nach Anwahl dieses Menü-Punktes öffnet sich das folgende Drucker - Schriftarten - Fenster :
Abb. 3 Druckerauswahl In der Listbox "Drucker" können Sie den Drucker auswählen, dessen Schriftartenzuordung Sie ändern möchten. Attribute In der Listbox "Attribute" wählen Sie das Attribut, dessen Schriftartenzuordnung sie ändern möchten. Durch einfachen Mouseclick wählen Sie ein Attribut. Daraufhin erscheint im unteren Fenster "Font" die aktuelle Schriftart für das ausgewählte Attribut auf dem ausgewählten Drucker. Durch doppelten Mouseclick gelangen Sie in den Windows-Font-Dialog (siehe Zuordnung eingeben/ändern). Dies kann auch "Default" sein. Dies bedeutet, daß keine aktuelle Zuordnung gespeichert ist. Der CDIX-Windows-Client sucht in diesem Fall die am besten passende Schrift während dem Druck mit Hilfe des Windows-Drucksystems aus ! Zuordnung eingeben/ändern Nachdem Sie Drucker und Attribut gewählt haben, können Sie die Schriftarten - Zuordnung durch Drücken auf den Button "Ändern" oder durch Double-Click auf das Attribut eingeben bzw. ändern. Zur Auswahl der Schriftart wird der Standard-Windows-Schriftarten-Dialog geöffnet. Bedenken Sie bei der Auswahl der Schriftart, daß die Windows-Punkt-Größe keine CPI-Angabe ist. Es handelt sich um die Höhe eines Buchstabens in Punkten. Daraus folgt : Grössere Punkt-Schrift entspricht weniger CPI ! Gespeichert wird die Auswahl erst nach dem Drücken von OK !!! Zuordnung Löschen Haben Sie eine Zuordnung gespeichert, die Sie wieder löschen möchten, so wählen Sie Drucker und Attribut und drücken dann auf den Button "Löschen". Es wird nur die aktuell angezeigte Zuordung gelöscht !! Gespeichert wird dies erst nach Drücken von OK !!! Zuordungen speichern Erst wenn Sie den Button "OK" drücken, werden alle Zuordnungen/Änderungen seit dem Aufruf des Dialogs gespeichert ! Durch Drücken des Buttons "Abbruch" werden die Änderungen nicht gespeichert! Der Zustand vor dem Aufruf des Dialogs wird wieder hergestellt.
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